Qualifizierung der Ersteller von Prüfungsaufgaben zentraler Prüfungen

Hans-Jürgen Lindemann, Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin, regionale Fortbildung der beruflichen Schulen:
Qualifizierung der Ersteller von Prüfungsaufgaben zentraler Prüfungen

Von der Input- zur Outputorientierung, die Schwerpunkte in der Gestaltung der Ordnungsmittel verschieben sich. Lernergebnisse und deren Überprüfung spielen eine zentrale Rolle vor allem in studienbefähigenden Bildungsgängen. Zentrale Prüfungsaufgaben zu formulieren, ist ein schwieriges Geschäft, denn es geht dabei um mehr als nur die Konstruktion von Prüfungen. Es geht auch um die Gestaltung von Unterricht und zunehmend auch um ein Ranking der jeweiligen Schule. Prüfungsaufgabenersteller müssen deshalb gut qualifiziert sein, nicht nur in der Technik der Aufgabenformulierung. Es geht auch darum, wie mit den Einflussmöglichkeiten, die man über die Gestaltung von Prüfungen hat, verantwortungsvoll umzugehen ist. Moderation und Konfliktbewältigung spielen deshalb eine wichtige Rolle. Es ist also ein differenziertes Qualifizierungskonzept erforderlich, um hohe Qualitätsstandards erreichen zu können.

Vortrag: Qualifizierung der Ersteller von Prüfungsaufgaben zentraler Prüfungen

Qualitätsstandards durch zentrale Abschlussprüfungen

Egbert Meiritz, Max-Born-Berufskolleg Recklinghausen
Qualitätsstandards durch zentrale Abschlussprüfungen

Fast ausnahmslos hat sich in den letzten Jahren das Zentralabitur in allen Bundesländern durchgesetzt und diese Entwicklung hat auch vor den berufsbildenden Schulen nicht halt gemacht. Mit dem Schuljahr 2005/2006 wurden in Nordrhein-Westfalen die ersten Schülerinnen und Schüler in die Berufsgymnasien aufgenommen, die nun im ersten Durchgang im profilbildenden Fach Bautechnik das Zentralabitur in einem gestuften Verfahren ablegen. Schrittweise wurden Bildungspläne aufgestellt, die selbstgesteuertes Lernen auf der einen Seite und zentrale Prüfungen auf der anderen Seite in den Blick genommen haben. Dabei wurde ein technikdidaktischer Ansatz entwickelt und als Standard gesetzt, auf dessen Grundlage, Lehrkräfte nun ganzheitliche Aufgaben in gesellschaftlichen, ökonomischen und kulturellen Kontext erstellen und Schülerinnen und Schüler zentral geprüft werden. Doch wie eignen sich technikdidaktische Ansätze, einheitliche Prüfungsanforderungen und weitere Vorgaben als qualitätssichernde Maßnahmen für eine wissenschaftspropädeutische Bildung im Fach Bautechnik?

Vortrag: Qualitätsstandards durch zentrale Abschlussprüfungen

Lehrerhandlungstraining und Fachgesprächskompetenz

Tobias Roß, Fachhochschule Münster
Lehrerhandlungstraining und Fachgesprächskompetenz

Zunächst wird ein Überblick über den gegenwärtigen Forschungsstand zur Kommunikationsform des Fachgesprächs im gewerblich-technischen
Unterricht gegeben. Unter anderem werden dort Gütekriterien beleuchtet, von denen die Fachgesprächsqualität entscheidend abhängt. In einem zweiten Schritt soll aufgezeigt werden, warum und in welcher Form Lehrerhandlungstrainings ein geeignetes Instrument zum Aufbau von Fachgesprächskompetenz sind. Zur besseren Veranschaulichung werden dabei Einblicke in den Ablauf des Fachgesprächstrainings am Institut für Berufliche Lehrerbildung in Münster gewährt. Seine eigentliche Schwerpunktsetzung erreicht der Beitrag mit der Durchführung eines Fachgesprächstrainings mit den Teilnehmern der Tagung und anschließender Diskussion.

Vortrag: Lehrerhandlungstraining und Fachgesprächskompetenz

Entwicklung von Qualitätsstandards zum Management von Gewerke übergreifenden Projekten

Frauke Göttsche, Berufskolleg Hennef:
Entwicklung von Qualitätsstandards zum Management von
Gewerke übergreifenden Projekten

Es ist schon ein Wagnis, mit einem Lehrerteam aus neun Gewerken ein gemeinsames handlungsorientiertes Unterrichtsprojekt zu planen und dieses dann auf einer realen Baustelle von der Bodenplatte bis zur Schlussbeschichtung mit insgesamt 140 Schülerinnen und Schülern umzusetzen. Hier wird nicht nur der Baualltag Realität für alle Beteiligten: Vor allem an die Planung und Durchführung des Theorieunterrichts und dessen Verzahnung mit der Praxis werden neue Anforderungen gestellt. Für das reibungslose Gelingen eines solch komplexen Unterrichtsprojekts braucht ein Gewerke übergreifendes Team deshalb klare Zielvereinbarungen, Qualitätsstandards und eine umfassende Evaluation. Am Beispiel des Baus einer Garage für die Moped-AG der Gemeinschaftshauptschule in Hennef durch Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Hennef werden die Erfolge, aber auch die situations- und kommunikationsbedingten Schwierigkeiten, die sich auf dem Weg von der ersten Idee bis zur Übergabe an den Kunden einstellen können, dargestellt und reflektiert.

Vortrag: Entwicklung von Qualitätsstandards zum Management von Gewerke übergreifenden Projekten
Material: KundenauftragMaterial: Problemstellung
Material: Unterrichtsplanung

Qualitätsentwicklungssysteme – Ansätze in den Bundesländern

Hans-Jürgen Lindemann, Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft
und Forschung Berlin, Regionale Fortbildung der beruflichen Schulen:
Qualitätsentwicklungssysteme – Ansätze in den Bundesländern (Einleitungsvortrag)

In den Bundesländern sind in den vergangen Jahren unterschiedliche Qualitätsentwicklungssysteme in den beruflichen Schulen zur Anwendung gekommen. Diese reichen von der Übertragung von QM-Systemen nach ISO oder EFQM bis hin zum System der so genannten Schulprogrammentwicklung mit der Schulinspektion. Nach einem kurzen Überblick werden zentrale Fragen für die Diskussion entwickelt, wie z.B.: Welche Wirkungen haben die Einführung dieser Systeme auf die Unterrichtsqualität und insbesondere auf die berufspädagogische und didaktische Gestaltung von Bildungsgängen und Unterricht?

Qualitätsentwicklungssysteme – Ansätze in den Bundesländern (Einleitungsvortrag)

Qualitätsmerkmale guten Unterrichts in den Fachrichtungen Bautechnik, Holztechnik sowie Farbtechnik und Raumgestaltung

Thomas Vogel, Studienseminar für das Lehramt an beruflichen Schulen in Stade:
Qualitätsmerkmale guten Unterrichts in den Fachrichtungen Bautechnik, Holztechnik sowie Farbtechnik und Raumgestaltung

Der Qualitätsbegriff hat in der erziehungswissenschaftlichen Diskussion der letzten Jahre immer mehr an Relevanz gewonnen. Dabei blieb seine Bedeutung trotz vielfältiger Veröffentlichungen höchst unklar. Qualität wird deshalb in diesem Beitrag in einem Beziehungsdreieck zwischen den
Zielsetzungen, den lernpsychologischen Grundannahmen sowie den Methoden und Medien des Unterrichts verortet. Dabei soll vor allem diskutiert werden, wie die Qualität von Lehr-/Lernprozessen verbessert werden kann. Nach einer genaueren Klärung des Qualitätsbegriffs und einer Rezeption bisheriger Forschungsergebnisse soll es um die Frage gehen, welche spezifischen Qualitätsmerkmale einen „guten“ Fachunterricht ausmachen. Dabei wird das „Qualitätsdreieck“ die spezifischen Bedingungen beruflicher Bildung im Berufsfeld Bautechnik einbezogen.

Vortrag: Qualitätsmerkmale guten Unterrichts in den Fachrichtungen Bautechnik, Holztechnik sowie Farbtechnik und Raumgestaltung