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Werner Kuhlmeier, Johannes Meyser: Universität Hamburg, TU-Berlin
Kompetenzentwicklung für nachhaltiges Bauen

Der Leitidee einer „nachhaltigen Entwicklung“ kommt im Bereich des
Bauens eine besondere Bedeutung zu. In kaum einem anderen Produktionssektor werden in so großem Umfang natürliche Ressourcen genutzt, Abfälle erzeugt und soziale Lebensräume gestaltet. Durch die Langlebigkeit der Bauwerke werden darüber hinaus die Lebensverhältnisse der nachfolgenden Generationen erheblich mitbestimmt. Die berufliche Bildung steht daher vor der Aufgabe, den Nachhaltigkeitsgedanken in den Bau- und Baunebenberufen zu verankern. In diesem Zusammenhang stellen sich einige Fragen: Wie verändern sich die Anforderungen an Facharbeiter durch das Ziel eines „nachhaltigen Bauens“? Sind hierfür besondere Kompetenzen erforderlich? Wie müssen Lernarrangements beschaffen sein, um Auszubildende für Nachhaltigkeitsaspekte zu sensibilisieren und für entsprechende Aufgaben zu qualifizieren? Welche Modelle und gute Beispiele gibt es hierzu bereits? Auf diese und weitere Fragen versucht der Beitrag erste Antworten zu geben.

Vortrag: Kompetenzentwicklung für nachhaltiges Bauen

Sabine Baabe-Meijer, Berufliche Schulen Mölln:
Instrumente der Schulentwicklung in Schleswig-Holstein und Hamburg

Der Beitrag fokussiert verschiedene Ansätze und Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung in den Berufsbildenden Schulen Schleswig-Holsteins und Hamburgs. Es werden Berufsfeld übergreifende Entwicklungen aufgezeigt, die u. a. im Orientierungsrahmen Qualitätsentwicklung an Hamburger Schulen und im 'Schulportfolio Qualifizierungsplanung' der Behörde für Bildung und Sport ihren Ausdruck finden. Als Beispiel für Schulentwicklung mit Blick auf die Fachrichtung Bautechnik aus Schleswig-Holstein wird die Lernortkooperation der überbetrieblichen Ausbildungsstätte (ÜAS) mit den Lehrkräften der beruflichen Schulen in Mölln vorgestellt. Mit dem Status „Regionales Berufsbildungszentrum“ sind zusätzliche Entwicklungsperspektiven eröffnet.

Vortrag Instrumente der Schulentwicklung in Schleswig-Holstein und Hamburg

Konrad Richter, Berufskolleg Hennef:

Seit August 2006 haben die ersten Qualitätsprüferinnen und -prüfer in allen Regierungsbezirken des Landes Nordrhein-Westfalen ihre Arbeit aufgenommen. Die Qualitätsanalyse nimmt Schulen als Ganzes in den Blick. Ziel ist es, die Qualität der Arbeit über ein strukturiertes und standardisiertes Verfahren zu erfassen, den Schulen eine fundierte Rückmeldung über ihre Stärken und Entwicklungsbereiche zu geben und ihnen den eigenen Entwicklungsstand zu reflektieren. Die Analyse soll helfen, Qualität zu sichern und nachhaltige Impulse für die Weiterentwicklung der Schulen zu geben. Die Aspekte einer Qualitätsprüfung und die sich daraus entwickelnden Schwerpunkte von Schulentwicklung werden in dem Vortrag die tragenden Elemente sein.

Vortrag Richter 'Externe-Evaluation'

Sabine Baabe-Meijer, Werner Kuhlmeier, Johannes Meyser (Hrsg.) (2008): Qualitätsentwicklung und Kompetenzförderung in der beruflichen Bildung – Ergebnisse der Fachtagung Bau, Holz, Farbe und Raumgestaltung 2008.

Qualitätsentwicklung und Kompetenzförderung sind grundlegende Anliegen beruflicher Bildung. Der vorliegende Band dokumentiert die Ergebnisse der Fachtagung „Bau, Holz, Farbe und Raumgestaltung“ auf den Hochschultagen Berufliche Bildung 2008 in Nürnberg. Die Beiträge befassen sich damit, welche Qualitätsentwicklungssysteme in den verschiedenen Bundesländern angewendet werden (Qualität entwickeln) und wie Unterricht und Ausbildung auf der Umsetzungsebene zur Qualitätssteigerung beitragen (Kompetenzen fördern). Ein weiterer Schwerpunkt richtet sich darauf, welchen Anteil zentrale Abschlussprüfungen am Qualitätsaufbau haben, wie Prüfungsaufgaben entwickelt und wie die Leistungen von Auszubildenden bewertet werden können (Leistungen erfassen). Zudem stellen Beiträge zum nachhaltigen und energieeffizienten Bauen sowie zum Zusammenwirken der Lernorte einen weiteren Aspekt der Qualität beruflicher Bildung (nachhaltig handeln) vor.

Bestellen

Hans-Jürgen Lindemann, Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin, regionale Fortbildung der beruflichen Schulen:
Qualifizierung der Ersteller von Prüfungsaufgaben zentraler Prüfungen

Von der Input- zur Outputorientierung, die Schwerpunkte in der Gestaltung der Ordnungsmittel verschieben sich. Lernergebnisse und deren Überprüfung spielen eine zentrale Rolle vor allem in studienbefähigenden Bildungsgängen. Zentrale Prüfungsaufgaben zu formulieren, ist ein schwieriges Geschäft, denn es geht dabei um mehr als nur die Konstruktion von Prüfungen. Es geht auch um die Gestaltung von Unterricht und zunehmend auch um ein Ranking der jeweiligen Schule. Prüfungsaufgabenersteller müssen deshalb gut qualifiziert sein, nicht nur in der Technik der Aufgabenformulierung. Es geht auch darum, wie mit den Einflussmöglichkeiten, die man über die Gestaltung von Prüfungen hat, verantwortungsvoll umzugehen ist. Moderation und Konfliktbewältigung spielen deshalb eine wichtige Rolle. Es ist also ein differenziertes Qualifizierungskonzept erforderlich, um hohe Qualitätsstandards erreichen zu können.

Vortrag: Qualifizierung der Ersteller von Prüfungsaufgaben zentraler Prüfungen