Trends beruflicher Arbeit – Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Heterogenität

Sabine Baabe-Meijer, Werner Kuhlmeier, Johannes Meyser (Hrsg.): Zwischen Inklusion und Akademisierung – aktuelle Herausforderungen für die Berufsbildung. Ergebnisse der Fachtagung Bau, Holz, Farbe und Raumgestaltung 2015

Die Trends der beruflichen Arbeit in den Fachrichtungen Bautechnik, Holztechnik sowie Farbtechnik und Raumgestaltung werden im vorliegenden Tagungsband zu drei aktuellen Themenfeldern untersucht:

Digitalisierung: Die Prozesse und Organisation beruflicher Arbeit in Industrie und Handwerk werden zunehmend digital gesteuert: Industrie 4.0, Building Information Modeling (BIM), Internet der Dinge, Radio-Frequency Identification (RFID) etc. erfordern erweiterte Kompetenzen im Umgang mit digitalen Werkzeugen und sind inhaltliche Aufgabenfelder für die Berufsbildung. Insofern ist zu fragen, wie in Abhängigkeit der Ebenen beruflicher Bildung und in Abhängigkeit der Lernorte (Betrieb, ÜAZ, Schule) qualifiziert werden kann, um auf diese neuen Anforderungen vorzubereiten.

Nachhaltigkeit: Die Schonung der natürlichen Ressourcen und ein effizienter Einsatz von Material und Energie sollen zur Verringerung der Umweltbelastung und zur Verbesserung der wirtschaftlichen und sozio-kulturellen Bedingungen beitragen. Das Ziel eines nachhaltigen Bauens und Gestaltens verändert somit die Arbeitswelt und das berufliche Lernen. Zum Teil sind die Ordnungsmittel in den drei Berufsfeldern Bautechnik, Holztechnik sowie Farbtechnik, Raumgestaltung und Oberflächentechnik auf diese Erfordernisse schon angepasst. Darüber hinaus gibt es gute Beispiele, wie entsprechende Inhalte in der Aus- und Weiterbildung umgesetzt werden können

Heterogenität: Ein dritter Themenschwerpunkt befasst sich mit der Sicherung des Fachkräftenachwuchses. Um alle Potenziale auszuschöpfen, müssen sich die Aus- und Weiterbildung noch stärker als bisher auf den Umgang mit Heterogenität konzentrieren. Dies gilt hinsichtlich der Lernvoraussetzungen, der individuellen Kompetenzen, der zu entwickelnden Unterstützungsstrukturen, der jeweiligen Lebenslagen, der Herkunft und der Milieus sowie der Fähigkeiten zur selbstaktiven Beteiligung im Lernprozess.